„Toll war’s!“

Turnierbericht mal anders 2.0

 

Das war es nun wieder, unser jährliche OSI / Hausturnier der Reitsportvereinigung Kottenforst e.V. am vergangenen Wochenende.
Nach gefühlten hundert verschiedenen Ansätzen, sitze ich hier in meiner Funktion als Pressewartin an einem Bericht, der mir zusagt.
Wie im vergangenen Jahr auch, werde ich die Veröffentlichung der Daten und Fakten lieber der Lokalpresse überlassen, die ihre Pressemitteilung bereits erhalten und in den nächsten Tagen ihre Berichte zugesagt haben, sowie den zugänglichen Ergebnis-Portalen unserer Szene.
Das hier soll wieder ein Rückblick auf anderer Ebene werden.

Was ich gerne rüber bringen möchte, scheint dabei doch eigentlich so einfach: Toll war’s!

Das ist nicht nur meine Meinung, sondern auch die Resonanz, dass mich aus Vorstands-, Teilnehmer- und Zuschauerreihen bisher einstimmig erreicht hat.

Aber was war es eben, was dieses Wochenende so abgerundet hat?

Wahrscheinlich hat hier jeder von uns seine persönlichen Highlights: Seien es schöne Ritte auf Bahn und Viereck, die tolle Stimmung untereinander, die schönen Pferde, eine gute Organisation, nette Gespräche mit den unterschiedlichsten Menschen – zuletzt sicherlich auch das Bombenwetter (Petrus sei Dank!) !.

Ich selbst habe das Wochenende erstmalig an der kurzen Seite der Ovalbahn, am Eingang, verbracht und mich einer Abreiteplatzpremiere gewidmet, was unglaublichen Spaß gemacht hat!
Nahezu jedem der rund 130 Starter einmal persönlich zu begegnen, aus erster Hand Erfolg zu wünschen, zu gratulieren, das ein- oder andere „Anekdötchen“ auszutauschen, aufzumuntern, zu loben, lachen, beruhigen…
Es war eine sehr intensive Aufgabe, in der ich in den kurzen Pausen immer mal wieder kurz innegehalten und überlegt habe, wie ich das, was ich dort erlebt und mitgenommen habe, in meine Berichtserstattung verpacken könnte.

Es war ein Fest der Emotionen dort, am Nadelöhr zur und aus der Bahn. Ich begegnete lachenden Gesichtern, der unterschiedlichsten Formen von Nervosität: zitternd, schweigend, sich zurückziehend, wie am Band quatschend. Aber auch völlig relaxten Pferd-Reiter-Kombinationen, die es noch schafften, ihren Konkurrenten zu gratulieren oder Mut zuzusprechen: Zwischen durchaus stürmischen und chaotischen Abreite-Manövern tönten immer mal wieder Erfolgs- und Glückwünsche durch die staubige Luft. Wer grade zufällig neben dem Pferd stand, zog beim Kollegen noch den Sattelgurt nach oder verstaute die Schlaufe vom Ballenboot. Es waren die Kleinigkeiten, die so besonders waren in all dem Trubel: wenn Mama nochmal schnell Tochter‘s Pferd über die Nase streichelte. Ein leises „Auf geht’s Dicker, wir packen das!“, beim Einreiten…

Besonders wurde es dann, wenn die Prüfungen vorbei waren, die Reiter ausritten und eventuell noch kurz gewartet wurde, bis alle Noten ertönten oder die Platzierungen durchgegeben wurden. Da brachen Tränen aus, da fiel jemand stumm seinem Pferd um den Hals und vergrub das Gesicht in der dichten Mähne – „Du bist so toll!“.
Dann waren auf einmal zig Menschen da, im Freudenjubel für den Einzelnen – rund um ein offensichtlich müdes, aber zufrieden ausschauendes Pferd.

Sicher, da wurde auch mal getröstet und Enttäuschungs-Tränen weggewischt – parallel tauchte da aber eine lobende Hand am Pferdehals auf.

Ich glaube das ist das, was mich schon wieder so begeistert hat: Eine unglaubliche Fairness, Leidenschaft und einfach Spaß – die mir an diesem Wochenende begegneten. Rund um unseren Kamerad Pferd.
Ungeachtet des bunten Starterfeldes – wir sahen Kinder unter zehn Jahren, unsere rüstigen Rentner, Jugendliche und Junioren, Erwachsene aus verschiedenen Leistungsklassen – war diese Veranstaltung ein Wettkampf. Es ging um Platzierungen, um sportliches Messen. Aber im Großen und Ganzen kam in der Summe Eines nicht zu kurz: Das Miteinander!
Selten erlebe ich ein so offenes Aufeinander Zugehen, Unterstützen und einander abholen.

Im letzten Jahr habe ich diesen Turnierrückblick unseren Partnern, den Islandpferden gewidmet. Die es immer wieder schaffen uns in den unterschiedlichsten Situationen abzuholen, auszufüllen und zusammenzubringen.

Vielleicht ist das auch das Geheimnis einer solch gelungenen Veranstaltung: Wenn Menschen aufeinander treffen, die die gleiche Begeisterung teilen und die gleiche Sprache sprechen.
Sind wir also dankbar für ein tolles Wochenende, für wertvolle Zeit voller Freude und Freunde.

Danke an den emsigen Vorstand und all die fleißigen Helfer, die es geschafft haben, den Rahmen für diese Veranstaltung zu schaffen – jedem Einzelnen von Euch!
Danke an alle Teilnehmer und Zuschauer, die diesen Rahmen gefüllt haben! Danke an Sponsoren und Besucher, die die Veranstaltung mit ermöglicht haben!

Und, erneut, Danke an unsere vierbeinigen Gefährten – ob Sport-, Freizeit-, Familienpferd oder die Multitasker, die all das in Einem sind….

„…das Islandpferd läuft mit seiner Lunge,
hält durch mit seinem Herzen
und gewinnt mit seinem Charakter.“
(Verfasser unbekannt)

Und nochmal: Was ich gerne rüber bringen möchte, ist eigentlich so einfach:
Toll war’s!

Ein Gedanke zu „„Toll war’s!“

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